Infos für interessierte Teichbesitzer

 

 

Warum Besatz mit Edelkrebsnachwuchs ?

Die Edelkrebse gehören seit jeher in Österreich zu den wertvollsten Gewässerbewohnern. Aufgrund einer seuchenhaften Erkrankung (Krebspest) ist der Edelkrebs in Österreich fast vollständig ausgestorben. Ohne menschliche Nachzucht und Bestandsentwicklungsmaßnahmen (Besatzmaßnahmen, Hege mit Nutzung) ist der Edelkrebsbestand in Österreich nicht mehr zu erhalten.

Ökologische und ökonomische Bedeutung:

Krebse bilden ein wichtiges Glied in der Lebensgemeinschaft der Gewässer. Sie sind in vielfacher Hinsicht von großer Bedeutung. Auf ihrem Speiseplan stehen nicht nur Schnecken, Würmer, Insektenlarven und Krebstiere, sondern auch alle verendeten Lebewesen, die sich am Gewässergrund abgelagert haben. Sie fungieren als krankheitsverhindernde- und gewässerhygienefördernde „Gesundheitspolizei“ und tragen so zur Verbesserung der Wasserqualität bei.

Weiters  wirken Krebse durch den Verzehr von Unterwasserpflanzen, Algen und Laubblätter bei nährstoffreichen Gewässern der Verkrautung und Veralgung entgegen.

Als bedeutendes Glied im Nahrungskreislauf eines Gewässers dienen Krebse auch anderen Wasserbewohnern ( Fische) als wertvolle Nahrungsquelle.

Edelkrebse können durch Ihr Vorkommen wertvolle Aufschlüsse über die ökologische Qualität (Indikatorfunktion) des Wasserlebensraumes anzeigen.

Seit Menschengedenken gilt das schmackhafte Krebsfleisch als Delikatesse. Der Krebsfang war und soll wieder zu einer Lebensquelle für Fischer, Angler und Feinschmecker werden!

 

Besatzkriterien:

Tiefe des Teiches mindestens 1,2 m
Größe des Teiches bestimmt die Anzahl der Besatzkrebse m² 1-2 Stk.

Wasserqualität und Güte:
PH Wert: Optimal 7-8, Möglich 6-8
Keine Belastung durch Herbizide und Pestizide

Sauerstoff ab 7-12 mg/l.
vergleichbar mit dem Bedarf des Karpfens

Temperatur – Sommer 16-24°C.

Beschaffenheit des Teiches:

Grabfähige Ränder, Wurzelwerk, Steine, stabile Boden und Randbeschaffenheit.
Der Edelkrebs braucht Unterschlupf, um sich vor Feinden zu verbergen. Er gräbt auch Röhren, die er dann als eigene Wohnung verteidigt. Der ideale Rand besteht aus groben Steinen, zwischen denen er sich gut verstecken kann.

Nahrung:
Abgefallenes Erlenlaub, Algen, tote Fische, Würmer,  Schnecken, Plankton,
Insekten, Wasserpflanzen,

Vorteile beim Besatz mit Edelkrebsen:
Verbessert die Wassergüte durch den Reinigungseffekt. Stärkung der vom Aussterben bedrohten Flußkrebsart,

 Besatzgröße:

Am besten geeignet sind Sömmerlinge (2,0-3,5 cm) da die Abwanderungsgefahr nicht gegeben ist.